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Salt Lake City 2002

Acoustica weilt vom 8. bis 24.2.2002 als Wintersportbotschafter in Salt Lake City.

An dieser Stellen berichtet Acoustica in Bildern und Geschichten über ihre Erlebnisse bei den olympischen Spielen.

8.2.2002

Die Abreise begann sportlich mit einer Mannschaftssportart: dem Frühaufstehen der Herren. (6 Uhr). Wir waren für unsere Verhältnisse super pünktlich (6.04) jedoch für Sportlerverhältnisse erreichten wir nur den undankbaren 4. Platz. Obwohl rechtzeitig am Flughafen Frankfurt angegkommen, gelingt es uns mit Hilfe eines singenden Sicherheitsbeamten (Ich kann auch Gitarre, wenn die gestimmt ist, is es keine Bombe) doch tatsächlich zu spät einzuchecken.

Wir lernen viel: jeder der in ein amerkanisches Flugzeug steigt, muß die Schuhe ausziehen. Auch Buisinessclass Passagiere können brutale Stinkefüsse haben, schöne Stuardessen gibt es nur im Film. Delta Airlines beschäftigt amerikanische Hausfrauen im besten Alter. Oder sind es verkleidete Skymarshals in unförmiger kugelsicherer Kleidung?

Nach nur 26 Stunden Flug betreten wir den Boden von SLC mit den "Beudel auf den Rücken und der Klampfe in der Hand".

9.2.2002

Amerikaner leben in Trafo Häuschen mit Stars and Stripes Fahne oben drauf. Wir wohnen in einem Carport mit angeschlossener Schlafstätte und Waschgelegenheit. Häuder und Rostlöscher auf vier Rädern fahren durch ein SLC ohne Strom. Es ist der Tag der großen Eröffnungsfeier, der Einheimische sieht's gelassen. Wichtig ist hier: die Sicherheitsvorkehrungen für den Empfang der Präsidenten sind hergestellt. Im Thüringenhaus wird man nach 20 Stunden Stromausfall doch leicht nervös.

Doch Ende gut, alles gut. Trotz hunderter - vom Feuerwasser toll gewordener, tanzender Indianer , schafft es die Eishockeymanschaft von 1980 mit vereinten Kräften das Olympische Feuer zu entfachen.

Der Grillweltmeister im Bratwurstbraten entzündet gleichzeitig erfolgreich the eternal flame vom Rost im Thüringenhaus.

Der Tag geht recht besinnlich mit einem Schwarzbierabend (0,5l zu $6 ) und Acoustica (Unbezahlbar) zu Ende.

Übrigens: wir haben Georg gesehen, nicht Hackl, sondern W. Bush, aber wer will das schon.

10.2.2002

In der Stadt der Olympischen Spiele kann man keine Olympischen Spiele sehen. Jedenfalls nicht im TV oder an den Sportstätten. Den beides kostet soviel Geld, wie man nur als Amerikanischer Geschäftsman oder Hip Hop Künstler verdient.

Wir als Rock Musiker schauen uns sowieso lieber TV-Shopping an. Das ist interessant und kostet kein Geld.

Dann geht es zum reality shopping. Das kann man sich nur als Amerkanischer Geschäftsman oder Hip Hop Künstler leisten. Jedes Bandmitglied kauft sich eine Hip Hop Hose. Es hat nichts genützt, wir können immernoch keine Olympischen Spiele sehen.

Also fahren wir ins Thüringenhaus, hier gibt es Olympia auf Großbildleinwand. Endlich ist es soweit, die Offizielle Eröffnung des Thüringenhaus mit dem Rennsteiglied - interpretiert von unserem Finanzminister Mr. Trautvetter. Jetzt ist es offiziell: die Thüringer Exportschlager Bratwurst, Schwarzbier und Klöße - täglich bis in die Nacht.

Acoustica bringt das Rennsteiglied mit und den Amerikanern den Roch´n´Roll zurück.

Na dann Prost!

11.2.2002

Speisen und Getränke im "thueringen house"

Bratwurst 5,- $
Bratwurst m. Sauerkraut 11,- $
Roulade m. Rotkraut + 1 Kloss 17,- $
Rostbrätel 8,- $
Kaffee kl. 2,- $
Kaffee gr. 2,50- $
Bier (Pils/schwarz) 6,- $

Mhm, lecker! Lecker Preise für Roulade = eine ganze Tankfüllung...

Doch Essen wie bei Muttern können wir auch bei ihr und machen uns deswegen auf einen kulinarischen Streifzug durch Utah. Im Land der 1000 und einen Imbisstuben wählen wir (faul) den ersten:"Alberto's" Viva la Mexico! " ich hätte gern das, was der da nich hat. Ach so, kommt alles aus einem Topf?! Danke! Bohnenpüree auf 20 cm Käsefaden mit Teig. ...Armes Mexico!

Also Frühstück bei "Danny's":

"Hi! How are you?! You're Welcome! Nice to see you!"

Man schreit freundlich den ganzen Tag das gleiche. Immer und überall!
Es mach uns stutzig, dass die Tische wie Gewürzläden aussehen, doch nach dem ersten Bissen macht es schon Sinn. Hier wird die Naturprodukte Ei & Schinken noch natürlich serviert: kalt, fettig, ungewürzt & seltsam farbig. Also alles drauf was der Tisch zu bieten hat. Knallroyer Ketchup, postgelber Senf & bunte Sossen die niemand weiß, die aber auf demn Ettiketen mit "Artificial Flavor" beworben werden. Der Amerikaner an sich frißt den ganzen Tag , immer & überall. Um nicht aufzufallen stürzen wir uns in die nächste Speisefalle: Jetzt gibt's Original American Burger!!! Nee, nicht Mc Donald's! Burger!!! Zwischen süßen (!) Brötchenhälften tummeln sich:

1/2 kg Fleisch, 1 Salatblatt, ein Gurkenscheiblein (süß), americ. Käse ("Käse" ist hier nicht ernst zu nehmen), 1 Fass Majonaise gemischt mit Senf und Ketchup. Das ganze ist ca. Kindskopf gross & schäumt den Magen 100% aus. ...uns ist schlecht.

Das wird doch aber nicht an der guten amerk. Küche liegen? Das Bier kann zumindest nicht schuld daran sein, denn das ist nur mit ganz viel Fantasie das, wofür es sich ausgibt.

Also: Na los, selber kochen!

12.2.2002

Erfurt liegt in Utah

"Wie'en?" Das ist Salt-Lake-Citysch & heißt auf deutsch so viel wie "How are you" Nach betreten des neuen Kontinents komen uns wohlgesinnte Eingeborene mit offenen Armen & Geschenken entgegen, um uns auf ihre Art willkommen zu heissen. Sie heißen Fam. Gulla und sind aus Erfurt. Von ihnen gibt es sieben Geschwister mit einer unüberschaubaren Anzahl an Kindern und Enkeln in Utah. Seit 1982 versorgen sie Salt Lake City mit deutscher Wertarbeit. Man beherrscht Englisch als Amtssprache aber privat wird der Erfurter Dialekt mit all seinen Facetten gepflegt (Laacherarweider). Die Gulla's waren in den 60-igern Nachbarn des Erfurter Jürgen Kerth.

Manfred Gulla erzählte uns, dass er damals die Gitarrengriffe eines Beatles Song's von Jürgen lernte. Nach der Einladung zum einheimischen Mittagessen (Broiler mit Kartoffelsalat) werden wir mit 3 Jeep's durch die Rocky Mountains gefahren wie zu DDR-Zeiten mit dem B 1000 zur Mugge. Das Feeling ist so ziemlich das selbe und sehr cool! Wir kaufen Indianerschmuck und Cowboyhüte. Damit gehen wir zusammen im "Thueringen House" eine Bratwurst essen.

Utah ist gar nicht so weit weg von zu Hause.

13.2.2002

sportlich...

Nach 5 Tagen Winterolympiade zu Füßen der Rocky Mountains wird selbst der faulste Musikant von einem unbestimten Bewegungsdrang heimgesucht.
Nach eingehendem Studium der Angebote entscheiden wir uns für the most exiting thing, Snowboarding.

Die bierseeligen Einheimischen versichern uns schnellste Erfolge bei minimalem Risiko. Ausserdem gibt es hier den besten Schnee der Welt. Und das Skigebiet heißt Snowbird, alles gute Argumente - finden wir. Einer der stets freundlichen Amerikaner (Jeff) sagt "I pick you up" und das tut er dann auch, natürlich in einem gigantischen Pickup. Das sind überdimensionierte PKW mit Ladefläche für Skie, Bier und Snowboards. 30 minuten später sind wir in den Rockys, Salt Lake liegt im Smog weit unter uns. 40 $ für den Skipass, na dann mal los. Der Lift bringt uns auf fast 3000m Höhe, Sonnenschein und gute Laune - Jung und Alt stürzen sich frohgemut ins Tal, auf Skiern oder wie wir - per Snowboard. Das sieht einfach aus, ist es aber nicht. Ich kann nicht mal stehen. Eine Stunde später bin ich unten. Alle anderen wedeln in lustigen Schwüngen mehrfach an mir vorbei. "You´re doing fine!" rufen sie mir zu und einer springt über mich drüber als ich bis zur Hüfte im Scnee stecke. Amerikaner sind nicht nur freundlich, sondern auch hilfsbereit: "I show you how to fall". Na prima wir werden zumindest überleben...

Nach 4 Stunden sehe ich aus wie ein Schneemann und freue mich auf meine Königsdisziplin: Ausschlafen der Herren! Aber vorher wie jeden abend Party im Thüringenhaus, Bratwurst und German Beer.

14.2.2002

Andere Länder, andere Sitten, das ist bekannt und macht das Reisen interessant. Ein eher trauriges Dasein führt bei uns der Valentinstag. Hier aber ist es anders: Der Valentines Day ist unwahrscheinlich wichtig und in erster Linie rosa. Überall rosa Herzchen, Ballons und Blümchen. Rosa Postkarten, rosa T-Shirts und rosa Fahnen in den Fenstern. Die Mädchen bekommen kleine rosa Geschenke. Die Jungens auch. Unser neuer Freund Aaron, ein stattlicher selbstbewußter Amerikaner, hat keine bekommen und bricht völlig überraschend nach 4 Köstritzer Schwarzbier in Tränen aus: der erste Valentines day seit 4 Jahren ohne Freundin. Oh Gott, wie grausam. Das strikte Alkoholverbot der Mormonen sollte zumindest am Valentinstag von frischgebackenen Singles eingehalten werden. Wird es aber nicht, im Gegenteil: wer im 2. jahr noch immer ohne Partner ist, nimmt den frisch Vereinsamten verständnisvoll in den Arm und tröstet ihn mit gutem deutschen Bier. Zumindest bei uns im Thühringen Haus. Acoustica spielt dazu passenderweise "I just called to say I love you". Morgan Star trägt dabei einen rosa Anzug, soweit sind wir schon amerikanisiert.

17.2.2002

Sonntags haben sogar die ständig fleißigen Amerikaner frei! Also lädt man uns ein, einen Ausflug zu machen: und zwar zur Kupfermine. Pünktlich (der ausgemachte Zeitpunkt + 30 min. Entfernungszulage) steht die hilfsbereite Familie Gulla mit ihrem Fuhrpark in unserer Einfahrt. Auf geht's! Auf der Fahrt nach Südosten wird im Gulla- Englisch philosophiert:
Eugen: "Sach mal, was fürn building ziehn die da hoch?"
Hartmut: "Gar keins, da wird nur umgemoovt um das Erdreich abzucleanen!"
Eine halbe Stunde und viele Lacher später sind wir am Ziel: Der größten Kupfermine der Welt, ach was sag ich, des Universums und der Milchstrasse! Das World Trade Center könnte, wenn's denn noch stehen würde, zweimal übereinandergestellt darin Platz finden. Durchmesser 4 Kilometer. Wir versuchen erfolglos Fotos zu machen (Mine passt nicht ins Objektiv) und treffen einen Paraguayaner der fließend Deutsch spricht (ist vom Goethe- Institiut ausgebildet worden) Ich lasse mich stolz mit ZZTop fotografieren. Nach einem Gespräch stellt sich heraus, dass es nicht die Gibbons- Brüder, sondern Schildkrötenzüchter aus Hawaii sind....die Kupfermine ist eine Internationale Touristenattraktion!
Um dem Rechnung zu tragen, hat man ein kleines Kino errichtet, in dem man (kostenlos!) einen Film über die Coppermine sehen kann. Machen wir, denn man muss sparen wo man kann!
Der Film erinnert uns irgendwie an einen Lehrfilm aus der "Einführung in die sozialistische Produktion". Mit dem unbedeutenden Unterschied, dass der Held des Films nicht "Genosse Aktivist Müller, Brigadier der Brigade Ernst Thälmann" sondern "Mining Engineer John" heißt. Außerdem sieht er aus wie Magnum. Die Fakten sind so monströs wie die der Thüringer Olympiastatistik: Spitzenplätze, Rekorde und Superlative wohin man auch schaut... uns beeindruckt vor allem der Fakt, dass man die Mine als einziges menschengemachtes Bauwerk mit bloßem Auge aus dem Weltall sehen kann. Auf dem Rückweg machen wir einen Abstecher zum Great Salt Lake, aber der stinkt nach Scheiße, wie man unschwer an unseren Gesichtern auf den Fotos ablesen kann.

Grüße von zu Hause
Olymic Rings

Miss German

drei Frauen und ein Hund

Auch die im Bratwurstland gebliebenen sind immer bei Acoustica in Salt Lake City. Und es wird nicht nur täglich Radio Frei gehört ...

18.2.2002

Heute ist Montag. Und das Thüringenhaus ist ab 18 Uhr für die Öffentlichkeit geschlossen.
Empfang des Thüringer Ministerpräsidenten Vogel. Wen er da empfängt weiß man nicht genau, die Rede ist vom Bürgermeister, von Investoren usw. Ein Paar Sportler sind auch da, es gibt ein kostenloses Büfett mit Thüringer Köstlichkeiten. Allerdings erst nach einer schier endlosen Reihe von Rednern. Anscheinend will halb Utah seine Ersparnisse in Thüringen investieren. Da ist man schon mal im Voraus dankbar.


Die goldene Biathlon-Staffel der Damen
Uschi Diesel, Katrin Apel, Kati Willhelm und Andrea Henkel (v.l.n.r.)

Ich bin noch ganz euphorisch vom gerade live miterlebten Biathlonstaffel- Sieg der deutschen Damen und bediene mich gerade am Büfett, als selbige den Saal betreten. Sofort fange ich lautstark zu jubeln an und höre gleich wieder auf, ich bin nämlich fast der einzige. Kein Vergleich zum Ovationspegel mit dem die Amerikaner an einem "normalen" Tag einen Viertplazierten begrüßen würden...
Liegt es an der deutschen Mentalität? Oder an den Politessen Jacken der Damen Uniform? Oder liegen die kostenlosen Klöße schwer im Magen? Wahrscheinlich aber hat die extra eingeflogene Weimarer Band "Rest of Best" die Gala- Gäste mit ihrer stinklangweiligen Fahrstuhlmusik eingeschläfert. Armes Thüringen... zum Glück waren nicht viele Einheimische Zeugen des Elends und die paar Angestellten haben wir zum Schweigen verpflichtet. Ab Morgen dann wieder das gewohnte Bild: "Everybody is flipping out in front of the stage" und maximum respect to the athlets.

20.2.2002

Heute ist Biathlon Staffel der Herren. Wir sind sicher, die brauchen uns, also nix wie hin.

Leider sind King Roman und Morgan Star erkrankt, wahrscheinlich ein terroristischer Anschlag der Konkurrenz. Um unsere Gefechtsbereitschaft am Abend zu erhalten müssen sie das Bett hüten.

Also neue Taktik: Nils Parkinson und Maria Kerthy gehen zum Eisschnelllauf um Sabine Völker unter Druck zu setzen, die vakanten Biathlon- Tickets gehen an Joy und Teresa. Letztere ist Studentin der hiesigen Uni und kann mit einer Besonderheit aufwarten: ein nagelneuer VW Passat mit Handschaltung!

Wir lernen: equivalent zu komplexbehafteten deutschen Männern die US-Car Fans sind, gibt es hier Möchtegern-unabhängige Karriere- Frauen, die German- Car Fans sind! Mit Manual- Shift! Sie treten im Rudel auf und preisen stolz die Vorzüge des deutschen Automobilbaus:
Straßenlage, Verarbeitung, Design, Wiederverkaufswert. Klingt alles ein bisschen wie ein "autobild"- Test... wir lümmeln uns stolz auf die deutschen Autobauer in die Ledersitze und schämen uns ein bisschen ob unseres Renaults zu Hause... zur Versöhnung gibt's Silber in der Staffel, denn Luck verbläst Poiret kurz vor dem Ziel. Sogar Teresa hat endlich die Biathlon Regeln verstanden und fühlt sich in ihrer Affinität zu Deutschland bestärkt. Sabine Völker legt eine Kohle nach als sie Nils und Maria sieht: ebenfalls Silber. Ihr Lebensgefährte Jens Hirsch stirbt fast vor Glück, kann aber gerade noch gerettet werden. Wir gönnen uns einen Lunch im "Blue Plate Diner" (ein Muss für jeden Salt Lake Besucher!) und holen die wundersam genesenen Frontkämpfer zum erneuten Einsatz ab.

Energie ist an diesem Abend nötig, denn viele Medallien heißt hier endlose Party mit den Wunschhits der Sportler: King Roman singt "one" von U2 mit Sabine im Arm und fast jeder hat ein Tränchen im Auge....

25.2.2002

Der letzte Tag, schade eigentlich! Wir sind gar nicht erst ins Bett gegangen, sondern geben eine kleine Abschiedsparty. Zum letzten Mal Budweiser und Chips von "Albertos". Wir zappen uns ein letztes Mal durch die obskure Radiolandschaft und King Roman führt ein letztes Interview mit Radio Frei in Erfurt.
Um 5 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Flughafen, denn dort soll das absolute Chaos herrschen. Aber wir haben ja genug Zeit bis 10.25 Uhr...
Als wir eintreffen werden wir eines Besseren belehrt: die Schlange am DELTA Check-in reicht bis auf den Parkplatz und enthält nach grober Schätzung 2000 Menschen. Für die gibt es nur 4(!) Security- Checks und da muss jeder durch, auch die Erste Klasse Passagiere.
Nach 30 Minuten und einem Raumgewinn von 50 Metern wird uns klar: es wird knapp.
Die Amerikaner tragen es mit Fassung, die europäischen Gäste rasten reihenweise aus. Die Fans der Siegreichen Kanadischen Eishockey- Mannschaft stimmen Lieder an.
Um 7.00 Uhr erste Gegenmaßnahmen von DELTA: ein Unterhaltungsprogramm! Eine A-Capella Gesangsgruppe verschlimmert unsere Leiden. Es gibt kostenlos (!) Wasser und Schokolade. Die ersten Fernsehteams berichten von der Front. Wir werden vom Bulgarischen und Kanadischen interviewt...
Kurz nachdem sich unser Flieger Richtung Atlanta entfernt erreichen wir den Security- Check.
"Hallo, I cant believe- You are the German Band- I love your Show!" ganz flott sind wir durch. Am DELTA Schalter erkennt uns der Supervisor Brian: " Yeah, You Guys rock!!" Klasse, wir sind berühmt, zumindest in Salt Lake! Und siehe da, wir müssen nicht auf die Standby- Liste der gemeinen Olympiatouristen, sondern erhalten neue Tickets für die nächste Maschine nach Atlanta! Brian ruft sogar dort an und stellt gleich mal die Boardkarten für den Interkontinental- Flug aus. Mit Beziehungen geht hier alles, wie in Russland...
In Atlanta haben wir nur 10 Minuten, aber die Maschine wartet auf uns, dank Brian.
Im Flieger sitzen die entnervten Kollegen von "Rest of Best", sie sind dank diverser Standby- Listen bereits seit 42 Stunden unterwegs, da kommt es auf die durch uns verschuldeten 10 Minuten auch nicht mehr an... ´schuldigung!

26.2.2002

Irgendwann gegen Mittag in Frankfurt werden die Handies wieder aktiviert und die Euros rausgekramt. Die Raucher kriegen ihre erste Fluppe seit 24 Stunden, aber keiner von uns sein Gepäck. Wir haben weder Gitarren noch Auftrittssachen und sollen zur Begrüßung der Erfurter Eisschnellläufer heute noch aufspielen. Na Prima!
Telefonisch werden schnell Ersatzinstrumente geordert und ein Bus des ESC bringt uns direkt zur Gunda Niemann- Stirnemann Halle. Dort trifft dann eine ziemlich abgelaufene Band in Reisegarderobe auf unsere mopsfidelen Athleten. Sportler müsste man sein...
Erfurt holt uns auf den Boden der Tatsachen zurück: das zahlreich erschienene, um Disziplin bemühte Publikum, beklatscht artig unser Ständchen. Nur ein kurzer Stromausfall erinnert uns an Wild Utah. Schnell ins Bett!

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Fotos: acoustica

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Fotos: acoustica

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Fotos: acoustica

Gewinner

Claudia Pechstein im Medaillien-Rausch

Daniela, Ringo & Claudia

Medaliengewinner Jens Boden, Daniela Anschütz und René Taubenrauch
Publikum im Thüringen House

King Roman, der Herr der Ringe, unterrichtet täglich die Hörer von Radio Frei

Protest: Mormon Jesus is devils brother!
Blick auf Salt Lake City von der Kupfermine

der große Salzsee

King Roman hat am 3. Tag nahe der alten Miene Gold gefunden. Er steckt schon mal sein Claim ab. Man weiß ja nie.......

Morgan Star ist mehrere Tage damit beschäftigt, in den Rocky Mountains den amerikanischen Yeti dingfest zu machen. Bisher leider erfolglos.

King Roman im Dienstwagen. Das Schattenkabinet hält sich diskret zurück.

Immer auf Achse, heute hier, morgen dort. Da verliert man schnell die Übersicht. Mal überlegen: "In welchem Land befinden wir uns gerade?"

Andere Länder, andere Bouletten. Aber bevor man verhungert.....

Der normale Arbeitstag: Öffentlichkeitsarbeit ist das A und O der Karriereleiter..... oder so...

Raucherpause vor dem neu eröffneten Wahlbüro. Wir wollen das Oberbürgermeisteramt von Salt Lake City!
Rechts: Spitzenkandidat King Roman
Links: Mariah Kerthy und Morgen Star als Schattenkabinett

Fotos: acoustica